Für Jugendliche
Psychotherapie für Jugendliche in Friedrichshafen
Freunde, Schule, Familie, Hobbies, Sportverein, Social Media – und am besten dazwischen noch ständig die Frage „Und was machst du mal nach dem Abschluss?“. Als Teenager hat mir jeder ältere Mensch ständig gesagt „Das ist die schönste Zeit deines Lebens!“… Und ich sage nicht einmal, dass das zwingend falsch ist, aber zusätzlich sind es auf jeden Fall auch die Jahre, in denen man mit extrem vielen Herausforderungen zurechtkommen soll. Hormonumstellung, Leistungsdruck, Zukunftssorgen, Erwartungen von außen, Selbstzweifel, körperliche Veränderungen und nebenher noch irgendwie herausfinden, wer man als Mensch denn eigentlich genau ist oder sein möchte – Jugendliche haben es meistens wirklich nicht leicht, und obendrein wird diese schwierige Lebensphase dann leider oft noch belächelt. Vielleicht merkst du, dass du oft angespannt bist, dich zurückziehst, schnell wütend wirst, schlecht schläfst oder dich ständig mit anderen vergleichst. Vielleicht weißt du auch gar nicht genau, was los ist. Nur, dass es sich gerade nicht gut anfühlt. Und das ist mehr als genug, um sich ein bisschen Unterstützung zu suchen, denn was meistens nicht hilft, ist so lange abzuwarten, bis du es wirklich gar nicht mehr aushältst.
Das Jetzt ist nur ein einzelnes Kapitel, nicht deine ganze Geschichte.
Denn du darfst nicht vergessen, dass du gerade wirklich in einer der Lebensphasen steckst, in der sich am meisten verändert und in der sehr viele Menschen das erste Mal an den Punkt kommen, an dem sie sich wirklich schlecht fühlen. Aber die Sorge davor, welche Folgen es haben könnte, sich Hilfe zu suchen, ist für viele Jugendliche trotzdem da. Für dich ist wichtig zu wissen: Du bist weder verrückt, noch dramatisch, noch überempfindlich, noch sonst irgendetwas, und eine Therapie zu machen bedeutet auch nicht, dass mit dir was nicht stimmt. Ganz im Gegenteil – Jugendliche, die sich frühzeitig Hilfe suchen, haben dann als junge Erwachsene meistens schon Strategien gelernt, die in schwierigen Situationen helfen und kommen deshalb auf lange Sicht oft besser zurecht als diejenigen, die versucht haben, sich einfach durchzubeißen.
Eine Psychotherapie hat, obwohl das viele denken, nämlich nicht den Sinn, nur darüber zu sprechen, was alles schwierig ist. Es geht darum, gemeinsam zu verstehen, was dich belastet, was du brauchst und wie du wieder mehr mit dir klarkommst. Man soll also nicht durch endloses Reden seine Schwierigkeiten irgendwie loslassen können, sondern eher Wege lernen, wie man aktiv mit ihnen umgeht. Du musst dafür keine perfekten Worte finden. Manchmal reicht es, erstmal zu sagen: „Ich weiß nicht genau, wo ich anfangen soll“. Dann stelle ich dir gezielte Fragen und wir finden gemeinsam raus, worum es gehen könnte. Dabei erzählst du genau so viel, wie du erzählen möchtest, denn manchmal gibt es auch Themen, über die man nicht direkt sprechen kann oder will. Meine Rolle ist dabei nicht, dir kluge Ratschläge zu geben, sondern eher, auch mal zuzuhören, ohne gleich mit Vorschlägen um die Ecke zu kommen. Und wenn du entscheidest, dass du gerne über Lösungen nachdenken willst, dann helfe ich dir dabei herauszufinden, was für dich der richtige Weg ist.
Damit das funktionieren kann, gibt es in der Psychotherapie die Schweigepflicht. Die allermeisten Jugendlichen möchten nicht, dass ihre Eltern über jedes einzelne Thema informiert werden, über das wir bei unseren Terminen sprechen und das ist auch für eine hilfreiche Therapie gar nicht nötig. Deshalb besprechen wir gemeinsam, was du für dich behalten möchtest, was vielleicht mit deinen Eltern geklärt werden sollte und wie das auf eine gute Weise passieren kann. Du bist meine Patientin oder mein Patient und stehst im Mittelpunkt, und deshalb gebe ich Informationen immer nur in Absprache mit dir an deine Eltern weiter. Umgekehrt wirst du auch nach jedem Termin mit deinen Eltern aufgeklärt, worüber geredet wurde. Mir ist wichtig, dass du dich sicher fühlst und gleichzeitig die Unterstützung bekommst, die du brauchst. Mein Behandlungszimmer kann ein Ort sein, an dem du offen sprechen kannst, ohne bewertet zu werden. Du kannst dich melden, auch wenn du dir noch unsicher bist, ob eine Therapie das Richtige für dich ist. Ein erstes Gespräch kann helfen, genau das herauszufinden.